Akne inversa Spezialist
Krankheitsbild
Akne Inversa ist eine schwerwiegende, chronisch entzündliche Hauterkrankung, die sich bei Betroffenen als schmerzhafte und entzündete Knoten, Abszesse und Fisteln äußert (meist in Hautfalten).
Das betroffene Gewebe ist geschwollen und stark gerötet, oft ist auch eine bläuliche Verfärbung zu erkennen.
Hatten Sie in den letzten 6 Monaten mehr als ein Mal entzündliche Knoten in Arealen wie Achseln, Leisten, unter der Brust oder im Po-Bereich?
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können das Fortschreiten unterbinden und Symptome reduzieren.
LAight® – Therapie
Mit der lAight®- Therapie ist es möglich Akne Inversa, akute Abszesse sowie alle Formen der Akne schonend und dauerhaft zu behandeln.
In unserer Praxis gibt es seit 2023 die Möglichkeit zur Behandlung der Akne Inversa mittels lAight®- Therapie.
Dies ist eine nicht-invasive und besonders sanfte Kombinationstherapie aus IPL (intense pulsed light) und RF (Radiofrequenz), die antibakteriell und entzündungshemmend wirkt, sowie die Talgproduktion reduziert. Gleichzeitig wird die Durchblutung gefördert, ein vorhandener Haarfollikelverschluss gemindert und die Zellteilung in der Tiefe angeregt. Einschlüsse und Abszesse können sich so auch ohne chirurgisches Schneiden nach außen entleeren.
Ist die LAight®-Therapie auch für Sie geeignet?
Die Behandlung ist für jeden Hauttyp geeignet und es gibt keine medikamentösen Kontraindikationen. Wir beraten Sie gerne persönlich über weitere Details zur Behandlung mit der LAight®-Therapie. Rufen Sie uns an, senden Sie eine E-Mail oder vereinbaren Sie direkt einen Termin in unserer Praxis. Unser Team freut sich auf Sie!
Sehen Sie sich zur näheren Information über Akne Inversa oder die lAight®- Therapie gerne durch Klicken des Bildes das veröffentlichte Fallbeispiel von Dr. Durdagi an.
Konzept zur Behandlung von Sinus pilonidalis, Akne inversa und anderen fistelnden Abszessen in Chirurgie Köln Nord
Den Sinus pilonidalis (Steißbeinabszess) kann man in drei Erscheinungsformen einteilen.
Der unauffällige Befund ohne stattgehabte Entzündung, der akut abszedierende und der chronische Sinus pilonidalis.
Die häufigste Erscheinungsform des Pilonidalsinus ist das chronische Stadium mit immer wiederkehrenden eitrigen oder blutigen Entzündungen.
Nach der aktuellen S3 Leitlinie existiert Zurzeit keine universelle Therapie, die alle Anforderungen an eine einfache,schmerzfreie Behandlung mit schneller Wundheilung und geringer Rezidivrate erfüllt.
Die Behandlung der verschiedenen klinischen Erscheinungsformen des Pilonidalsinus erfordert vielmehr ein Portfolio an verschiedenen chirurgischen Therapieoptionen.
Die meisten gängigen Methoden haben nach Studienlage eine Rezidivrate von bis zu 40% und mehr. Diese Methoden sind offene Wundbehandlung nach Entfernung vom erkrankten Gewebe, Pit-Picking Methode bis hin zu Laserdioden-Methode.
Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mit abszedierenden und fistelnden Hauterkrankungen, habe ich ein Konzept aufgestellt welches eine Rezidivrate von unter 2 % erreicht. Nur durch Einhalten dieses Konzeptes kann auch die Erfolgsrate eingehalten werden. Abweichungen vom Konzept gehen nahezu immer mit einer höheren Komplikation einher.
Das Konzept ist in 3 Stufen aufgebaut.
Im ersten Schritt wird entweder in einer lokalen Betäubung oder in Vollnarkose ein Silikonband (Temporäre Loop Strategie-TLS genannt) in den Fistelgang eingelegt. Ziel ist es die Entzündung aus dem Gewebe auszuleiten ohne den Patienten lange immobil und arbeitsunfähig zu machen. Mit diesem Loop, ist der Patient in der Lage seinen sozialen Leben ohne Einschränkungen fortzuführen. Es muss lediglich einmal am Tag unter der Dusche mit klarem Wasser ausgeduscht werden. Das Handling ist einfach und selbstständig durchführbar. Regelmäßige aufwändige Wundkontrollen entfallen und können bei schwerem Krankheitsbild auf ein Minimum reduziert werden.
Im zweiten Schritt geht es darum die Heilung zu unterstützen. Eine Entzündung führt immer dazu, dass das Gewebe sich radikal verändert. Dabei wird auch das umliegende Gewebe sehr stark beeinflusst. Obwohl das eigentliche Herd operativ entfernt wurde, führt es oftmals zu erneuten Entzündungen, weil noch im umliegenden Gewebe Entzündungsmediatoren sehr aktiv sind. Dadurch entwickelt sich ein Hypergranulationsgewebe.
Hypergranulation ist definiert als die überschießende Produktion von Granulationsgewebe während der Wundheilung. Hypergranulation führt i. d. R. zu einem verzögerten Heilungsprozess, zu einem Anstieg des Infektionsrisikos und zur Zunahme der Narbenbildung.
Um dem Einhalt zu gebieten, wird einmal die Woche mittels einer Spritze Ozongas in die Wundumgebung gespritzt. Dabei zerfällt das Gas in reinen Sauerstoff und einem freien Radikal welches sämtliche Entzündungsmediatoren neutralisiert. Der freiwerdende Sauerstoff fördert und beschleunigt die Wundheilung und reduziert Schmerzen. Diese Behandlung gehört jedoch nicht zur Leistung der gesetzlichen Krankenversicherungen und muss vom Patienten selber getragen werden. Einen Kostenvoranschlag können Sie an der Anmeldung erhalten.
Im dritten und letzten Schritt wird nach frühestens ca. 6-8 Wochen, erneut in lokaler Betäubung oder in Vollnarkose, das zuvor erkrankte Gewebe im Gesunden entfernt und primär verschlossen. Je nach der Lage des Operationsgebietes, sollte man bis zu 10 Tagen das Sitzen auf ein Minimum reduzieren. Wenn Hautnähte notwendig geworden sind werden diese am 14. Tag nach der Operation entfernt. Wund und Verlaufskontrollen werden hier im Wundzentrum Köln Nord durch professionelle Wundtherapeuten durchgeführt.
Die leitliniengerechte Versorgung mit Arbeitsunfähigkeiten bis zu 6 Monaten und länger, sowie erhöhte Rezidivrate und tägliche Wundversorgung beim Hausarzt können durch dieses Konzept mit großem Erfolg umgangen werden. Die Ausfallzeiten betragen selten länger als 3 Wochen und die Rezidivrate weniger als 2%.
Eine patientenfreundlichere und erfolgreichere Therapie des Sinus pilonidalis existiert nach meinem Wissen und aktuellem Stand der Dinge nicht.
